Zum Inhalt springen

Sprache

Getting Acquainted with Road Racing
Guides

Einführung in den Straßenrennsport


Für uns hier auf der Nordhalbkugel steht die Rennsaison kurz vor dem Start. Vielleicht hast du schon ein paar Winter-Kriterium-Rennserien gesehen und gedacht, dass du es selbst mal ausprobieren möchtest. Auch wenn sich Straßenrennen stark von Rundstrecken- oder Kriteriumrennen unterscheiden, ist das Ziel dasselbe: Du fährst eine Weile mit voller Kraft, in der Hoffnung, irgendwo ganz vorne die Ziellinie zu überqueren. Und falls du den Nervenkitzel eines Straßenrennens noch nie erlebt hast, hilft dir dieser Artikel hoffentlich dabei, alle Fragen zu beantworten, die du zur britischen Szene hast.

Was ist Straßenrennen?

Genau wie beim Scratch-Rennen im Bahnradfahren wird auch im Straßenrennsport der Sieger nach dem Prinzip „Erster über die Ziellinie“ gekürt. Allerdings mit viel mehr Kilometern und wechselndem Gelände. In Großbritannien gibt es ein Kategoriesystem, das festlegt, an welchen Rennen du teilnehmen darfst. Wenn du gerade erst anfängst, bist du ein Fahrer der Kategorie 4.

Wenn du an Rennen teilnimmst, sammelst du Punkte. Die Anzahl der zu vergebenden Punkte hängt vom Geschlecht und der Art des Rennens ab. Alle Details zum Punktesystem findest du bei British Cycling, aber wenn du zum Beispiel an einem lokalen Rundstreckenrennen teilnimmst, bringt das nicht so viele Punkte ein wie beispielsweise ein nationales Straßenrennen.

Wenn du genug Punkte sammelst, kannst du dich bis zu den Kategorien Cat 3, Cat 2, Cat 1 und Elite hocharbeiten.

So legst du los

Also, was brauchst du? Nun, zunächst einmal ein Fahrrad. Du musst nicht Tausende und Abertausende für ein spezielles Rennrad ausgeben, um wettbewerbsfähig zu sein oder Spaß zu haben. Ja, du wirst wahrscheinlich sehen, dass andere Fahrer viel Geld ausgeben, aber es ist am besten, erst zu investieren, wenn du dir sicher bist, dass du dich dem Rennsport verschreiben willst. Etwas wie das Xelius SL 5.0 2022 ist ein perfektes Rennrad für Einsteiger.

Zweitens musst du eine Rennlizenz erwerben. Diese ist über British Cycling erhältlich, bei dem du auch Mitglied sein musst. Zu diesem Zeitpunkt musst du noch keinem Radsportverein oder Team angehören, aber das bedeutet, dass du ein einfarbiges Outfit tragen musst, sonst könntest du disqualifiziert werden. Kleine Regeln wie diese und viele andere gehören zu den Feinheiten des britischen Radrennsports – lies dir einfach das Regelwerk durch, bevor du teilnimmst, damit du nicht in die Falle tappst.

Es wird außerdem empfohlen, dass du dein erstes Rennen nicht zu deinem ersten Mal in einer Gruppe machst. Mit vielen anderen Leuten um dich herum zu fahren, kann nervenaufreibend sein, und du musst jederzeit aufmerksam und wachsam sein. Wenn du einen Fehler machst, kostet dich das vielleicht nicht nur dein eigenes Rennen. Lass dich davon aber nicht abschrecken – nimm einfach vorher an ein paar Gruppenausfahrten teil, probier vielleicht mal eine lokale Paceline aus und schau, wie du dich dabei fühlst.



Was erwartet dich bei deinem ersten Rennen?

Du hast dich also angemeldet, hast deine Lizenz und bist bereit für das Rennen. Was erwartet dich bei deinem ersten Rennen? Wir empfehlen dir, rechtzeitig da zu sein, damit du dich aufwärmen und vorbereiten kannst. Das Anstecken der Startnummer ist immer einfacher, wenn dir jemand dabei hilft, aber wenn nicht, mach dir keine Sorgen – zieh einfach dein Trikot über die Beine und steck die Nummer an.

Wenn du Zeit hast und die Strecke aus Runden besteht, lohnt es sich vielleicht, eine kurze Erkundungsrunde zu drehen, damit du siehst, wo du dich an den einzelnen Punkten des Rennens positionieren musst. Wenn nicht, empfehlen wir dir, etwas Zeit mit Google Street View zu verbringen, um dich mit der Strecke vertraut zu machen.

Die Rennkommissare halten vor dem Rennen eine Ansprache, in der sie die Strecke erläutern, auf wichtige Punkte hinweisen und die Regeln kurz wiederholen. In England finden die meisten Straßenrennen auf abschnittsweise gesperrten Straßen statt, die Straßen sind also nicht durchgehend gesperrt. Am Ende des Pelotons fährt ein Auto, das das Ende des Rennens markiert. Wenn dieses Fahrzeug dich überholt, bist du nicht mehr durch die Rennblase geschützt. Das bedeutet, dass du nun dem allgemeinen Verkehr unterliegst und dich an die Straßenverkehrsordnung halten musst.

Sobald das Rennen losgeht, versuch nicht gleich, den Helden zu spielen. Wir sagen nicht, dass du einfach im Feld sitzen und zusehen sollst, wie sich das Rennen vor dir entwickelt, aber ein Alleingang in der ersten Runde oder auf den ersten Kilometern, von dem du erwartest, dass er hält, ist höchst unwahrscheinlich. Nutze es stattdessen als Erfahrung. Es ist auch unwahrscheinlich, dass du dein erstes Straßenrennen gewinnst, also nimm dir einfach die Zeit, dich daran zu gewöhnen, im Feld zu fahren, und konzentriere dich darauf, wo du dich verbessern kannst. Wo hast du Schwierigkeiten, sowohl konditionell als auch taktisch?

Und vor allem: Hab Spaß dabei! Das ist schließlich der Sinn der Sache, stundenlang zu einem beliebigen Ort in Großbritannien zu fahren, um sich dort ein paar Stunden lang die Seele aus dem Leib zu radeln und dann den Rest des Wochenendes zu verschlafen, oder?

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag